Gaming Headset Test: Zocken wie die Profis

Gamern ohne vernünftiges Headset macht das Zocken nur halb soviel Spaß. Ein speziell für Spiele entwickeltes Headset liefert besseren Sound beim zocken und sorgt für eine gute Kommunikation innerhalb des Teams. Mittlerweile gibt es viele Hersteller und Modelle, daher stellen wir in unserem Gaming Headset Test verschiedene Modelle vor – für jeden Geldbeutel.

Gaming Headset Vergleichstabelle

Abbildung
Testsieger
Modell Logitech G430 Test HyperX Cloud II Test Roccat Kave XTD Test
Testergebnis
Hinweis zum Testergebnis
Plattform PC, Playstation PC, Mac, Playstation, Xbox PC, Mac, Playstation, Xbox
Kabellos
Gewicht 360 Gramm 272 Gramm 358 Gramm
Maße 25 x 22 x 10 cm 27,9 x 22,9 x 10,2 cm 13,5 x 24,9 x 31,5 cm
Sound 7.1 Surround-Sound 7.1 Surround Sound Stereo
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Unterschiede zwischen einem normalen Headset und einem Gamer Headset

Sicherlich wirst Du dich fragen, wo genau der Unterschied zwischen speziellen Gamer Headset und einem normalen Headset liegt. Als erstes sticht die Optik ins Auge. Darüber hinaus bieten Gaming Headsets oft mehr Features: Zum Beispiel virtuellen surround-Sound, geschlossene Kopfhörermuscheln, eine Audio-Steuerbox am Kabel oder eine höhere Kompatibilität (PC / Mac / Playstation / Xbox).

Auf diese Eigenschaften solltest Du achten, wenn du ein Gaming Headset kaufst

Nachfolgend erfährst Du sehr ausführlich, auf was du achten solltest. Wenn Du keine Lust hast, dir diesen Text durchzulesen (du brauchst circa 15-20 Minuten), klicke direkt auf die Headset (Testberichte) in der Tabelle. Ansonsten wirst Du eine Menge lernen, was wichtig ist beim Gaming Headset.

Der Sitz

Zunächst einmal ist es wichtig, dass das Gaming Headset gut sitzt. Die Bauart muss sich gut der eigenen Ohr- und Kopfform anpassen können. Einerseits ist ein fester Sitz natürlich wichtig für die Bequemlichkeit – schließlich möchtest du das Spielen nicht irgendwann abbrechen müssen, weil dein Kopf schmerzt. Andererseits spielt das Design des Headsets auch eine große Rolle für Sound und Geräuschabschirmung. Und damit hättest du schon einmal zwei ganz wichtige Kriterien, auf die du beim Kauf eines Gamer Headsets achten musst: Sound & Komfort.

Beim Gewicht gilt es das ideale Mittelding zu finden. Schließlich ist es weder gewünscht, dass dir der Kopf nach wenigen Stunden bereits schwerer wird, als er sowieso schon ist. Noch möchtest du, dass dir das Headset bei der kleinsten Bewegung vom Kopf fliegt. Wer lange Gaming Sessions zu verbuchen hat, setzt in der Regel lieber auf ein leichteres Modell. Ab dem mittleren Preissegment lassen sich hier leichte Headsets finden, die dank gut aufliegender Polster gut sitzen und das Ohr umschließen. Ein gutes Headset bietet dir beim Spielen einfach erhöhte Flexibilität und Stressfreiheit. Wer nicht ständig an den Kopfhörern herumzupfen muss, kann ungestört dem eigenen Spielvergnügen nachgehen.

Praktisch ist es, wenn du das Gaming Headset probetragen kannst. Diese Möglichkeit bietet sich jedoch nicht immer an. Gerade wenn du das Gadget einfach und bequem im Netz bestellen möchtest, ist es wichtig, einen Blick auf die technischen Details und Features zu werfen. In unserem Gaming Headset Test stellen wir dir verschiedene Modelle vor, die wir für dich unter die Lupe genommen haben. Wenn du mehr zur unterschiedlichen Bauweise der Kopfhörer erfahren möchtest, findest du in der FAQ eine Gegenüberstellung von offenen vs. geschlossenen Headsets.

Der Klang

Besonders wichtig ist natürlich der Klang des Sounds, der sich durch das Gaming Headset seinen Weg in deine Ohrenkanäle bahnt. Dieser richtet sich – wie wir im Test festgestellt haben – zum einen nach dem Headset-Design. Wichtiger für die Bestimmung des Sounds ist allerdings die Technologie, die der Hersteller in dem jeweiligen Headset verbaut hat. Generell unterscheidet man daher in Surround- und Stereo-Headsets. Wenn du mehr zum Unterschied zwischen Surround- und Stereo-Headsets wissen möchtest, findest du in unserer FAQ eine praktische Erklärung diesbezüglich.

Die Mikrofon-Qualität

Hinsichtlich des Mikrofons stehen dir zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder du setzt auf ein klassisches Lautsprecher-Mikrofon-Set-up oder du kombinierst Kopfhörer oder Lautsprecher zu einem Kondensatormikrofon. Bequemer und einfacher dürfte der Weg über das Headset sein, das beide Komponenten integriert.

Dieses wird auch von den meisten Gamern bevorzugt, da es nun mal einfach die meiste Flexibilität mit sich bringt. Wer sich gerne Gaming-Streams ansieht weiß: Auch im Pro-Gaming- und ESports-Bereich sind die Spieler mit hochwertigen Headsets ausgestattet. Da die Spieler und Teams häufig in Kooperation mit Herstellern und Firmen im Gaming-Bereich stehen, können diese natürlich auf recht hochwertige Gadgets setzen. Dem armen Schüler-/Azubi- und Studenten-Beutel steht dies meist nicht zur Verfügung, doch keine Sorge: Viele bekannte Hersteller bieten gute Headsets im mittleren Preissegment an, wie zum Beispiel das HyperX Cloud II für rund 80€ oder das Logitech G430 für rund 60 Euro. In unserem Gaming Headset Test nehmen diese und einige weitere beliebte und preiswerte Modelle für dich unter die Lupe.

Die Rauschunterdrückung

Wichtig ist es, für dich darauf zu achten, dass die Mikrofone über eine Rauschunterdrückung verfügen. Wenn dir nicht klar ist warum, führe dir einfach mal folgendes Beispiel vor Augen: Voller Stolz schreitest du durch die Welt von World Of Warcraft. Mittlerweile hast schon so viele Stunden vor dem Rechner verbracht (den „einen“ Level-Aufstieg wolltest du eben noch schaffen), dass du dich perfekt auf das Fantasy-Reich des beliebten Blizzard MMORPGs eingestimmt hast. Du fühlst dich verbunden mit dem mächtigen Krieger, den dein Charakter darstellt. Just dann triffst du auf einen grimmig dreinschauenden Troll, der plötzlich mit einer rauchigen Fiep-Stimme zu reden beginnt. Von der anmutigen Nachtelfe hörst du nur ein rauchiges Kratzen, hinter der du nun eher einen bärtigen, alten Mann als eine edelmutige Gestalt vermutest. Das Fazit, das wir aus der Geschichte ziehen? Na ganz einfach: Ein schlechtes Mikro verschlechtert nun einmal das Spielerlebnis.

Besonders ärgerlich wird das Ganze, wenn es um Ranked Games geht – und zwar nicht nur für dich, sondern auch für deine Team-Mates. Ein beliebtes Beispiel hierfür wäre ein MOBA wie League of Legends. Hier ist die Absprache oftmals wichtig, da hier Teamplay mit strategischen und mechanischen Anspruch erfordert wird.

Viele Headsets setzen auf eine integrierte Noise-Cancelling-Technologie. Logitech lösen es hier und da (wie beim Logitech G430) auch mal durch Verwendung einer entsprechend Software zur Audio- und Sprachkonfiguration.

Die Anschlussmöglichkeiten

Hinsichtlich des Anschlusses hast du drei Möglichkeiten: Klinke, USB und Wireless.
Die meisten Stereo-Gaming-Headsets kommen mit zwei Klinkensteckern daher: ein Ausgang für die Kopfhörer und einer für das Mikrofon. Diese können dann in den dafür vorgesehen Audio- und Mikro-Eingang eingeklinkt werden.

Bei Surround-Headsets wird meist auf einen USB-Anschluss gesetzt. Ein Grund hierfür liegt darin, dass die Hersteller bei Surround-Headsets zumeist ein Soundboard integrieren. Beim Dolby-Headset-Sound handelt es sich um einen virtuellen, simulierten Surround-Sound, der über die Soundkarte vermischt wird. Zu diesem Punkt erfährst du im entsprechenden Abschnitt der FAQ (Surround vs. Stereo) noch umfassenderes.

Eine weitere Variante, die die Zukunft von Kopfhörern weitestgehend gestalten sind kabellose Headsets, die sich per Bluetooth mit dem gewünschten Gerät verbinden.

Der Preis

Und so machen wir uns das Prinzip der freien Marktwirtschaft zunutze: Gaming Headsets sind heute beliebter denn je. Mit der steigenden Nachfrage wächst auch das Angebot beständig an. Das wirkt sich auf uns als Konsumenten durchaus praktisch aus. So brüten namhafte Hersteller und Quereinsteiger beständig in der Werkstattküche über neue Modelle, die zu einem günstigen Preis viel können. Man muss ja schließlich mit der Konkurrenz mithalten können.

Ein „Yippie“ für uns – die Gaming-Community, deren Geld unbeständig in den Markt einfließt. Die Technik entwickelt sich rasend schnell, sodass wir häufiger mal nachrüsten oder uns ein neues Modell zulegen müssen. Zum Glück ist dies dank attraktiver Angebote, denen vor allem Plattformen wie Amazon und Co. bieten, besonders einfach.

Die Preisspanne, in der sich aktuelle Gaming Headsets befinden, ist dabei recht ausgedehnt: So findest du im internationalen Angebot fast alles – von 10-Euro-China-Ware bis hin zu zukunftsorientierten Pro-Gaming-Headsets, die gerne auch mal im Bereich von mehreren hundert Euro liegen können.

FAQ

Folgend möchten wir noch ein paar Fragen beantworten, die oft gestellt werden.

Surround vs. Stereo – wo ist der Unterschied?

Wer noch keine Surround-Kopfhörer besitzt, steht oftmals vor dem Problem, sich den Sound im Kopfhörer-Format vorzustellen. Etwas anschaulicher wird das Ganze, wenn man sich die Technik vor Augen führt. Beim Dolby Surround handelt es sich um ein analoges Soundsystem, das über mehrere Kanäle läuft. Damit soll ein kino-ähnlicher Sound erreicht werden, der für ein realistischeres Spiel- und Seherlebnis sorgt.

Das Surround-System kennen wir in erster Linie von der Heimkinoanlage, die aus mehreren Lautsprechern besteht. Dabei werden Surround-Anlagen in Dolby 5.1- und Dolby 7.1-Soundsysteme unterschieden. Bei Ersteren findest du drei Hauptlautsprecher, zwei Surround-Lautsprecher und einen Subwoofer vor. Bei dem 7.1-System finden sich zwei weitere Lautsprecherboxen vor, die den Gesamtsound abrunden.

Und wie darfst du dir das Ganze nun beim Gaming Headset vorstellen? Hier gibt es nur zwei Ohrmuscheln, die die Lautsprecher beinhalten. Da der Sound hier jedoch nur von rechts und links kommt, wird der Surround-Sound simuliert. Dies wird über den Soundchip und die Soundkarte erreicht. Diese vermischen Sound auf dem Weg zu deinen Gehörgängen. So hast du dann das Gefühl, der Sound käme aus unterschiedlichen Richtungen. Aus diesem Grund spricht man hier auch von einem virtuellen Surround-Sound.

Bei reinen Stereo-Kopfhörern hast du zwei Soundkanäle, die beim Hören einen räumlichen Druck erzeugen. Hochwertige Stereo-Kopfhörer bieten ein genaueres Klangbild, da das Gehörte hier nicht über den Soundchip oder das Soundboard verzerrt wird, um den Surround-Sound zu simulieren.

USB, Klinke oder Wireless? Welche Anschlussmöglichkeit ist die Beste?

Kopfhörer werden klassisch über einen Klinkenstecker angeschlossen. Bei Stereo-Headsets hast du in der Regel zwei Klinkenstecker: Einen für das Mikro und eines für die Kopfhörer.

Viele Surround-Headsets verfügen über einen USB-Adapter, der meist einen Soundchip enthält, über den der Sound abgemischt wird.

Bluetooth-Headsets setzen auf eine kabellose Verbindung.

Welches ist nun die richtige Wahl? Pauschal ist das schwierig zu sagen, da alle drei aufgeführten Anschlussmöglichkeiten über ihre jeweiligen Vor- und Nachteile verfügen.

Soundtechnisch gut ausgestattet: Das USB-Headset

Ein Vorteil für den USB-Anschluss besteht zum einen darin, dass der Adapter in der Regel über seine eigene Soundkarte verfügt. In den USB-Port des Rechners eingesteckt, deaktiviert das Headset Lautsprecher und das eventuelle Mikrofon (wie in den meisten Notebooks verbaut) des Geräts, während es sich selbst verbindet. Steckt man den Adapter aus, findet hier meist ein automatischer Wechsel zur herkömmlichen Hardware für die Audio- und Sprachausgabe statt. Wenn ihr auf ein Headset mit USB-Anschluss setzt, solltet ihr auch auf die Qualität der verwendeten Soundkarte zu achten. Denn diese ist beim Gaming besonders maßgeblich für die Sprachqualität.

Der USB-Anschluss erweist sich zudem als besonders flexibel, da die meisten zum Zocken geeigneten Geräte über zumindest einen USB-Port verfügen. Moderne Geräte kommen, der Weiterentwicklung der Schnittstelle folgend, mit mehreren Ports daher. Wenn du jedoch zig Peripherie-Geräte angeschlossen hast, kann dir ein USB-Hub Abhilfe verschaffen.

Klassischer Stereo-Sound: Klinken Gaming Headsets

Ein Klinkenstecker bietet den Vorteil, dass sich die Kopfhörer so auch einfach an das Smartphone, Tablet oder den MP3-Player anschließen lassen.

Headsets, die per Klinke angeschlossen werden, greifen auf die Soundkarte eures Rechners zu, weshalb hier erhöhte Kompatibilität besteht. Wer wirklich gar keine Ahnung von Technik hat, sollte es vielleicht lieber mit einem Stereo-Headset versuchen. Beim Klinkenanschluss tauchen meist weniger Probleme bei der Signalübertragung auf. Zumeist bieten die Hersteller jedoch einen technischen Support an, der bei Problemen zurate steht.

Klinken-Headsets sind zudem häufig preiswerter als USB-Modelle. Denn diese integrieren eine Soundkarte, die natürlich auch ihre Kosten auf den Gesamtpreis schlägt.

Während es USB-Modellen (gerade in der preiswerten Region) häufig mal an Bass mangelt (dies ist jedoch nicht immer der Fall), können Stereo-Headsets zumeist mit einem definierten Sound glänzen.

Kabellos in die Zukunft: Bluetooth-Gaming-Headsets

Bluetooth-Kopfhörer und Headsets erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Die kabellosen Headsets geben den Zukunftston an, so verzichtet Apple bei seinem iPhone 7 bereits gänzlich auf den Klinkenanschluss. Den Tech-Gurus zufolge nähert sich die Ära der Kopfhörerbuchse langsam ihrem Ende. Während viele Kopfhörer bereits auf eine Bluetooth-Funktion setzen, hat sich das Ganze in der Gaming-Community noch nicht ganz umgesetzt. Hier hat man noch ganz frei Wahl zwischen den drei Varianten.

Mit einem Bluetooth-Headset gehört der lästige Kabelsalat der Vergangenheit an. Hier verirren wir uns nicht mehr in wirren Pfaden, die wir zwischen Drehstuhl, Computertisch und den Gegenständen des Alltags spinnen.

Einen Nachteil, den ein über Bluetooth verbundenes Headset mitbringt, liegt darin, dass die Verbindung sich hier instabiler gestalten kann. Die Signalübertragung dauert hier etwas länger, als es der Fall ist, wenn eine direkte Kabelverbindung vorliegt. Leuchtet ein, oder? Schließlich ist ein LAN-Anschluss über die gleiche Verbindung auch deutlich schneller als die Verbindung über WiFi. Das Grundprinzip ist hier ähnlich.
Auch im Preis zeigt sich die bequeme kabellose Variante anspruchsvoller. Für ein gutes Bluetooth-Headset müsst ihr in den meisten Fällen mehr bezahlen als für ein qualitativ gleichwertiges Klinken- oder USB-Headset.

Offene vs. geschlossene Kopfhörer – welche Bauweise ist die richtige für mich?

Bei der Bauart von Headsets unterscheidet man in solche mit geschlossenen und offenen/halb offenen Kopfhörern. Worin besteht nun der Unterschied?

Da gibt’s was auf die Ohren: Geschlossene Headsets

Geschlossene Kopfhörer weisen – wie der Name schon verrät – auf eine geschlossene Bauart der Ohrmuscheln hin. Die Geräuschisolation ist hier besonders hoch, sodass du optimal von der Außenwelt abgeschirmt bist. Gerade der Bass kommt bei dieser Variante Headset besonders gut heraus. Aber auch insgesamt zeigen sich die Töne schärfer.

Die geschlossene Bauweise kommt allerdings mit einem entscheidenden Nachteil daher: Die Kopfhörer umschließen das Ohr so dicht, dass die Luft kaum noch zirkulieren kann. Für dich macht sich das in einem Satz heißer Ohren bemerkbar. Je nachdem, wie warm es im Raum, in dem du dich zum Zocken aufhältst, ist, desto mehr kommst du ins Schwitzen. Besonders unangenehm werden geschlossene Kopfhörer im Sommer. Bei der Ohrenpolsterung setzen viele Hersteller gern auf schwarzes Kunstleder, das zwar gut sitzt, aber auch besonders schnell erhitzt. So hast du hier – je nach Modell – wirklich nach einigen Stunden das Gefühl, du hättest gerade eine dicke Ohrfeige auf beide Lauscher bekommen.

Luft und Leichtigkeit: Offene Headsets

Eine Alternative sind offene und halb offene Headsets. Diese glänzen durch eine möglichst natürliche Tonwiedergabe. Durch die offene Bauweise kann der Schall nach außen dringen. Die Geräuschabschirmung ist dadurch natürlich entsprechend schlechter. Zu einem Problem für dich wird es dann, wenn sich deine Spielumgebung als besonders laut und lästig erweist.

Wenn du beim Spielen sowieso immer deine Ruhe hast, benötigst du nicht unbedingt geschlossene Kopfhörer, um dich für eine Zeit lang von der Welt abzuschotten. Bei offenen Kopfhörern kann die Luft gut zirkulieren und lässt deinen Ohren auch bei hohen Temperaturen Platz zum „Atmen“. Halboffene Headsets weisen zumeist Luftlöcher oder -gitter an der Ohrenpolsterung vor.

Der Sound ist bei dieser Bauart allerdings meistens weniger satt ausgeprägt, die Töne nicht so gestochen scharf wie bei vielen geschlossenen Modellen. Dafür ist der Raumklang meist besser und kommt realistischen Szenarien näher. Besonders gut geeignet sind solche Modelle natürlich für Ego-Shooter. Mit geschlossenen Headsets kannst du deine Mitspieler besonders gut orten. Dank optimaler Geräuschabschirmung funktioniert so leicht eine flüssige Kommunikation mit dem Team.

Der Träger gibt den Ton an

Eine Verallgemeinerung lässt sich jedoch nicht treffen, da es immer auf das jeweilige Headset und den Benutzer ankommt. Welche Bauweise sich beim Kauf besonders für dich anbietet und letztendlich die richtige ist, hängt vor allem stark vom jeweiligen Headset und deinen individuellen Gaming-Bedürfnissen und -Vorlieben ab. Du solltest dir vor dem Kauf ein Bild davonmachen, für welche Spiele du das Headset verwenden möchtest. Wichtig ist es, auch zu wissen, für welche Plattform (PC, Mac, Xbox, PS u. s. f.) du es benötigst, was du dir davon versprichst und wie die räumlichen Bedingungen sich in deinem Zocker-Revier gestalten.

Wie wichtig ist der Frequenzbereich in den Herstellerangaben?

Die technischen Details von Kopfhörer und Headset weisen zumeist auf den Frequenzbereich hin. Diese sind in Hertz angegeben und bilden meist ein breites Spektrum ab. Dem, der etwas über die menschliche Hörwahrnehmung versteht, kommt dies gern mal wie ein Marketing-Gag vor. Die meisten hochwertigen Headsets weisen meist einen Frequenzbereich auf, der schon gar nicht mehr vom Menschen wahrgenommen werden kann. Der Mensch kann Frequenzen zwischen 20 und 20000 Hertz (wenn Du nicht weißt, was Hertz bedeutet, schaue hier) wahrnehmen. Daher wird dieser Bereich gerne als Messlatte für Hersteller von Gaming-Headsets angesetzt.

Wichtig ist für das menschliche Gehör vor allem der Bereich von 50 bis 10000 Hertz. Diese Spanne wird sogar vom billigsten China-Produkt abgedeckt. Wie weit sich die Spanne der Frequenzen ausdehnt, ist also gar nicht mal so wichtig. Deckt sie den Bereich 50-10000 Hertz ab, ist in der Hinsicht schon mal alles super. Aber: Der Frequenzbereich verrät uns nichts über die tatsächliche In-Game-Laustärke der einzelnen Sounds.

Immer auf der richtigen Wellenlänge

Die verschiedenen Spiel-Geräusche spielen sich auf unterschiedlichen Frequenzen (Tief-, Mittel- und Hochtönen) ab. Ein dumpfer, tief klingender Aufschlag hat beispielsweise eine sehr niedrige Frequenz, während die hohe Stimme einer piepsenden Maus sich in einer hohen Frequenz abspielt. Für ein gutes Headset ist es wichtig, dass der Frequenzgang stabil ist. Denn nur in diesem Zusammenhang bringt dir die Information zum Frequenzbereich etwas.

Ein gleichmäßiger Frequenzgang bedeutet, dass verschiedene Geräusche – unabhängig auf welcher Frequenz sie sich befinden – ungefähr gleich laut sind. Hier ein Knall, dort ein Rascheln, das Ganze dann in Dolby 7.1 und ihr steht verwirrt im Busch rum, weil das „Mittendrin“-Erlebnis auch leicht in die Irre führen kann. Der Frequenzgang wird allerdings selten in den technischen Details des Gerätes gelistet.

Wenn du dich nicht durch die Testergebnisse hinsichtlich des Frequenzganges verschiedener Kopfhörer wühlen möchtest, empfehlen wir dir zum Kauf eines guten Stereo-Headsets. Hier gestaltet sich der Klang in den meisten Fällen ausgeglichen. In unserem Gaming Headset Test stellen wir dir einige Modelle vor.

Lohnt sich eine zusätzliche Soundkarte?

Ob eine Soundkarte in Kombination mit dem Headset Sinn macht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig ist hierfür der Anschluss des Headsets. Eine gute Soundkarte kann sich dann lohnen, wenn ihr klassische Klinkenkopfhörer zum Zocken auf dem PC benutzt. Der Sound wird hier analog übertragen. Digitale Kopfhörer setzen zumeist auf einen USB-Anschluss über ein optisches Kabel.

Der Sound wird hier nicht über getrennte Kanäle, sondern als gesammelter Datenstrom gesandt. Der USB-Adapter beinhaltet in der Regel eine Soundkarte, die für die Umwandlung der Daten in den virtuellen Surround-Sound sorgt. Die Soundkarte des Rechners ist dann unerheblich.

Ein Muss stellt die Soundkarte dennoch auch bei Klinkenkopfhörern nicht dar, da hier der Sound an den Audiochip des Mainboards gesandt wird.

Welche Vor- & Nachteile hat ein Gaming-Headset?

Die Vorzüge und negativen Charakteristiken eines Headsets richten sich immer nach den jeweiligen Modellen, der Bauweise und technischen Eigenschaften.

Gute Headsets weisen jedoch in der Regel eine Reihe von Vorteilen auf, die einem hochwertigen Gesamtdesign zu verdanken ist:

  • virtueller Surround-Sound mit Dolby-Digital-Headsets
  • HiFi-Sound mit Stereo-Headsets
  • Raumklang mit entsprechender Dolby-Technik auch auf Stereo-Headsets möglich
  • einfache und schnell zu erreichende Bedienung der Kopfhörer und des Mikrofons
  • Anpassung an Gaming-Bedürfnisse (stabiler und komfortabler Halt auch bei langen Spiele-Sessions)
  • Integrierte Mikrofonschalldämmung

Ähnlich wie bei den Vorteilen verhält es sich bei den Nachteilen von Gaming-Headsets: Die unterschiedlichen Modelle bieten (durch Unterschiede in der Bauweise und hinsichtlich des Anschlusses und der verbauten Technik) natürlich auch individuelle Nachteile. Die einzelnen Vor- und Nachteile der verschiedenen Merkmale findet ihr unter den jeweiligen Punkten in der FAQ unseres Ratgebers.

Welche Kriterien bewerten wir im Gaming Headset Test?

 

In unserem Gaming-Headset-Test untersuchen wir verschiedene Faktoren, die wir als maßgeblich für die Qualität und Bewertung eines Headsets sehen. Auf diesen Testkriterien basieren die Fragen, die wir uns zu Beginn eines jeden Tests stellen. Wie gut ist die Verarbeitung? Wie hoch sind Mikrofon- und Soundqualität? Wie sieht es mit dem Preis-Leistungsverhältnis aus? Ist das Headset auf Dauer bequem – wie gestaltet sich der Tragekomfort? Mehr Informationen: Wie wir testen.

Wie reinige ich ein Headset?

Wir empfehlen dir, dass du das Headset nach dem Kauf in regelmäßigen Abständen reinigst. Die Reinigung ist dein Garant für einen hygienischen Zustand. Zudem sollten bei einer ordentlichen Headset-Pflege Abnutzungspuren nicht so schnell sichtbar werden.

Zur Reinigung benötigst du antibakterielle Reinigungstücher. Dabei solltest du auf trockene Reinigungstücher setzen, die weder Alkohol noch Wasser enthalten.
Wir empfehlen, auf antibakterielle Mikrofasertücher zu verwenden, die die Eigenschaft haben, den Schmutz besonders gut aufzunehmen. Das in den Fasern eingebaute Aktivsilber tötet bis zu 99,9 % der Bakterien ab.

Wer sind die Hersteller der Modelle im Gaming Test?

Mit der steigenden Beliebtheit von Gaming Headsets erhalten natürlich auch die Hersteller-Vielfalt und die jeweiligen Produktpaletten erheblichen Aufschwung. Bekannte Hersteller, die sich im Bereich der Herstellung von Gaming Headsets bereits etabliert haben, sind beispielsweise Logitech, HyperX, Razer und Roccat.

Bei Logitech handelt es sich um einen bekannten Schweizer-Hersteller für Computerzubehör. Die Marke punktet vor allem durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Viele Logitech-Produkte sind bereits zum kleinen Preis erhältlich.

HyperX Gaming ist eine Produktlinie für Hochleistungs-Gaming-Zubehör. Dahinter stecken die die Macher von Kingston Technology, die besonders bekannt für die Herstellung von Speichermodulen sind. HyperX bietet vor allem besonders hochwertige Modelle an, die sich insbesondere einen Namen in der Pro-Gaming-Community gemacht haben.

Bei Razer handelt es sich um eine kalifornische Marke, deren Produkte sich ebenfalls insbesondere an Computerspieler richten. Razer hat sich vor allem in Bereich des ESports etabliert und verfügt über sein eigenes ESports-Team: Team Razer. Die Profi-Gamer des Teams engagieren sich in kompetitiven Games wie League of Legends, CS: GO, World of Warcraft und Starcraft 2.

Bei Roccat handelt es sich um ein deutsches Unternehmen, das sich ebenfalls einen Namen in der Gaming- & Pro-Gaming-Szene gemacht hat. Auch Roccat verfügen über ihr eigenes ESports-Team: Team Roccat. Dieses kennt man vor allem durch seine Teilnahme an den League of Legends-Championships. Doch auch Counter Strike, Starcraft 2 und Heroes Of The Storm gehören zu den Team-Disziplinen.

Wo kann ich ein gutes Headset kaufen?

Ein Gaming Headset kannst du natürlich klassisch im Fachgeschäft oder der technischen Abteilung eines Marktes aufsuchen. Wer sich den Weg (und wahrscheinlich den ein oder anderen Euro) sparen möchte, ordert die Kopfhörer bequem im Internet. Amazon bietet sich hier beispielsweise optimal an, da auf der Plattform alle Hersteller und getesteten Modelle zu finden sind. Wer Amazon Prime hat, spart sich sogar den Versand.

Weiterführende Links und Quellen

  1. Das wohl größte Nachschlagwerk Wikipedia informiert über die Geschichte und die Funktion von Headsets im allgemeinen: https://de.wikipedia.org/wiki/Headset
  2. Die Fachseite gaming-headset.de bietet umfassende Ratgeber, Produkt- und Testberichte: https://www.gaming-headset.de
  3. Informationen zur Geschichte von Logitech (Vorreiter bei Headsets): https://de.wikipedia.org/wiki/Logitech